Music

Schwarz Dont Crack

Beat Matching New York und Berlin

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4SEE interviewt Schwarz Dont Crack

Fotograf Bert Spangemacher
Interview Justin Ross

Schwarz Dont Crack ist eine Band, deren ungewöhnlich kreative Kombinationen deutlich zeigen, dass sie aus Berlin kommt. Das ambitionierte Duo will die ganze Welt erobern – zwischen Berlin und New York bringen die beiden dafür dank Ahmads sanfter und verführerischer Stimme und Sebastians Ohrwurm-Beats die besten Vorraussetzungen mit.
Ihre neueste Single „Getaway” wurde gerade erst auf Spotify als Auskopplung aus ihrem kommendem Album im Sommer und vor ihrer anstehenden Tour veröffentlicht. Sebastian Kreis, die eine Hälfte von Schwarz Dont Crack, besuchte uns im 4SEE-Studio, um über das Leben in Berlin, die einzigartige Musik der Band und das neue Album mit Frontmann Ahmand Larmes zu sprechen. Und natürlich auch über seine Lieblingssonnenbrillen.

Justin: Du lebst in Berlin?

Sebastian: Ich bin jetzt seit sechs Jahren hier … viel zu lang!

Justin: Erzähl‘ etwas über dich, wo kommst du her?

Sebastian: Ich wurde in Ostdeutschland geboren, gar nicht so weit weg von Berlin, etwa 200km. Als ich zehn war, zog ich mit meiner Mutter nach Süddeutschland. Es war ziemlich langweilig da, eine kleine Stadt mit einfachen Leuten. Ich wollte schon immer Musiker sein, ich wusste also, ich muss in die große Stadt ziehen. Als Deutscher ist Berlin einfach die offensichtlichste Wahl, als erster Schritt jedenfalls.

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Justin: Hast du eine musikalische Ausbildung oder bist du Autodidakt?

Sebastian: Ich habe mir alles selbst beigebracht.

Justin: Was für Musik wolltest du spielen können, elektronische?

Sebastian: Das kommt drauf an, es gibt auf jeden Fall eher organische Elemente in meiner Musik, aber für dieses Projekt mit Schwarz Dont Drack sollten es vor allem elektronische Klänge sein. Es gibt Tage, an denen fange ich mit einem Synthesizer an, und am nächsten probiere ich vielleicht Schlagzeug-Sounds aus, das ist immer verschieden. Ich mache einfach, was sich in dem Moment richtig anfühlt.

Justin: Manche würden Schwarz Dont Crack als Synth-R&B beschreiben. Was hältst du davon?

Sebastian: Ich mag alle möglichen Genres… außer vielleicht Ska [lacht]. Ich mag R&B auf jeden Fall, aber ich weiß nicht, ob unsere Musik reiner R&B ist. Auf gewisse Weise ist jedes Lied ein Popsong. Ob es dann R&B oder eher elektronisch ist, das liegt an der Produktion. Ich denke, wir bewegen uns irgendwo zwischen elektronischer Musik, R&B und Pop. Für mich ist wichtig, dass die Musik ein spannendes Element besitzt, die Bezeichnung ist mir nicht so wichtig.

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Justin: Wie fing das Projekt Schwarz Dont Crack an? Wie habt ihr euch kennen gelernt?

Sebastian: Tatsächlich habe ich eine Anzeige auf Craigslist gelesen. Ahmad hatte gepostet, dass er einen Produzenten für eine Kollaboration sucht. Ich habe ihm geschrieben und ein paar meiner Tracks geschickt. Dann haben wir uns getroffen und sofort unser erstes Lied “Day By Day” geschrieben, das dann auch auf unseren ersten EP landete. Seitdem machen wir gemeinsam Musik.

Justin: Wie lange ist das jetzt her?

Sebastian: Das war jetzt schon vor vier oder fünf Jahren.

Justin: Lebt Ahmad auch in Berlin oder wie arbeitet ihr zusammen?

Sebastian: Ja, er lebt auch in Berlin. Er hat einige Zeit in Paris gewohnt, aber jetzt ist er in Berlin. Meistens schicke ich ihm ein paar rough Tracks, er entwickelt ein paar Ideen und dann bringen wir alles zusammen. Es ist ziemlich unkompliziert. Er schreibt einen Text dazu und wir arrangieren es gemeinsam. Dann feile ich an der Produktion, bis das Lied zu 90 Prozent fertig ist. Schließlich wählen wir die Songs aus, die wir veröffentlichen wollen, und nehmen den Gesang neu auf, um die beste Qualität zu erreichen.

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Justin: Was hat es mit eurem Namen Schwarz Dont Crack auf sich, wo kommt er her?

Sebastian: Wir waren auf einer Party mit einem von Ahmads amerikanischen Freunden, und die beiden fanden das Wort schwarz superwitzig, wahrscheinlich wegen des Klangs. Ahmad kam zu mir und sagte: „Lass uns unser Projekt ‚Black Don’t Crack‘ nennen.” Aber da die beiden die ganze zeit über schwarz lachten, haben wir ‚Schwarz Dont Crack‘ daraus gemacht und blieben dabei.

Justin: Der Name scheint ziemlich passend zu sein, weil ihr so ein Hybrid seid, du bist Deutscher, er ist Amerikaner, er ist schwarz, du bist weiß, und euer Sound zeichnet sich auch durch Fusionen aus.

Sebastian: Ich mag den Namen wirklich gern, denn viele Leute finden den Namen großartig und viele andere Leute finden ihn fürchterlich. So eine polarisierende Eigenschaft ist immer gut.

Justin: Erzähl mir von eurer neuesten Single, „All My Love”.

Sebastian: Tatsächlich haben wir eine neuere Single, die gerade erst letzte Woche erschienen ist: „Getaway” ist die erste Single-Auskopplung unserer neuen Platte.

Justin: Geht ihr mit dem neuen Album auf Tour?

Sebastian: Wir werden im Juli auf dem Melt! Festival auftreten. Und werden dann auch um den Albumrelease herum touren.

Justin: Wann wird das neue Album erscheinen?

Sebastian: Es wird Anfang August veröffentlicht.

Justin: Wie ist dein Kleidungsstil, wie würdest du ihn beschreiben?

Sebastian: Ich glaube, ich bin ein wenig von den Rolling Stones beeinflusst. Meistens gehe ich einfach in irgendeinen Secondhand-Laden, aber ich lande immer in der Frauenabteilung und suche nach auffälligen Mustern, Drucken und Farben. Ich mag den Keith Richards-Vibe aus den späten 60ern und frühen 70ern.

Justin: Trägst du eine Brille?

Sebastian: Ich glaube, ich brauche bald eine Brille! Als ich auf dem Weg hierher war, ist mir aufgefallen, dass ich in der Entfernung nur unscharf sehe, also sollte ich wohl mal zum Augenarzt gehen! Im Moment bleibe ich aber bei Sonnenbrillen.

Justin: Was für Sonnenbrillen magst du?

Sebastian: Mir gefallen klassische Modelle wie die von Ray-Ban und Vintage-Brillen.

Der warme Sound von Schwarz Dont Crack begeistert Fans und berührt die Seele. Energetische Beats verleihen den Songs Frische und vereinen die aufeinanderprallenden Kulturen zu einem musikalischen Traumpaar. Sebastians Liebe zu bunten Mustern und Vintage-Stücken aus den 70ern macht aus seinem Look modische Superlative. Er bildet das perfekte Pendant zu Ahmad, der den für New York typischen Street-Wear-Stil perfektioniert hat. Das Duo könnte in vielen Punkten nicht gegensätzlicher sein, aber seine Zusammenarbeit ist Musik in unseren Ohren.

Art + Culture

Trend Report

Lunettes Selection BERLIN

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TREND REPORT: Lunettes Selection Berlin

Uta Geyer von Lunettes Selection
Text CHARLOTTE KRAUß

Auf der Suche nach einer Brille für sich selbst hatte Uta Geyer, die einen ausgesprochenen Faible für Vintageobjekte, Flohmärkte und Secondhand-Shops besitzt, ganz bestimmte Vorstellungen.
Es sollte ein Designklassiker sein, markant und eigenständig. Im Jahr 2005, als schmale, dezente Gestelle und Lizenzmarken mit offensichtlichen Logo den Markt bestimmten, keine leichte Aufgabe.

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Die Idee, einen eigenen Store für ungetragene Vintage-Modelle zu eröffnen, entstand. „Gute, ungetragene Vintage-Brillen aufzuspüren, ist Detektivarbeit. Gerade am Anfang war das sehr spannend und zeitaufwendig.“ Mittlerweile wird ihr Know-how auch von Film- und Theaterproduktionen geschätzt.

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Die Liebe zu den Klassikern hat Uta schließlich zu ihrer eigenen Kollektion geführt. Die Modern Classics von Lunettes Kollektion zitieren die Ästhetik und Produktionstechnik ihrer Vintage-Vorgänger und zelebrieren gleichzeitig den urbanen Look der Berliner Kreativszene. In Tokio gewann sie dafür den „Eyewear of the Year Grand Prix“.

Sowohl die alten Fundstücke als auch Utas eigene Designs von Lunettes Kollektion versprühen zeitlosen Charme. Besonders beliebt ist ein alter Klassiker: „Die Pantobrille mit ihrer abgerundeten Form ist immer noch sehr stark gefragt bei uns, sei es in Metall oder Acetat. Beim Acetat gibt auch einen Trend zu natürlichen, organischen Farben. Tabak, Toffee, Whiskey… Bei Sonnenbrillen nehme ich eine starke Tendenz zur Exzentrik wahr, durch Gucci sind zum Beispiel gelbe Gläser wieder en vogue – das gab es schon lange nicht mehr.“

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LUNETTES SELECTION
Torstr. 172
10115 Berlin
Tel +49 03 2021 5216
www.lunettes-selection.de

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Lunettes Selection

Feature

Patrick Mohr

Visionär statt Designer – das Schicksal führt zum Erfolg

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Patrick Mohr: Visionär statt Designer – das Schicksal führt zum Erfolg

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JUSTIN ROSS
Make-Up & Haare GITA KURDPOOR


4SEE befragte Patrick Mohr, das manchmal umstrittene, aber immer authentische Genie hinter den begehrtesten Schuhen auf dem Markt, zu seinen wegweisenden Sneakern, seiner kreativen Vision und seinen Lieblingsbrillen.

Patrick Mohrs Sneaker sind auf der ganzen Welt ausverkauft. Extrem limitierte Auflagen (die letzte bestand aus nur 1000 Paaren weltweit), ein starkes Design-Konzept, das von seinem persönlichen Freiheitssymbol, dem gleichseitigen Dreieck, bestimmt ist, und ein Auge für kleinste Details haben seine Sneaker zum Objekt der Begierde für Street-Style-Fans auf der ganzen Welt gemacht.

Patrick_Mohr01Brillen: L/R ALLIED METAL WORKS A001, M. FUNK Utgard

Aber all dieser Erfolg ändert nichts an Patricks einzigartiger Vision für seine Produkte. „Ich bin kein Designer, ich bin ein Visionär”, sagt er und beschreibt damit sowohl die Sensation, die seine Produkte ausgelöst haben, als auch seinen facettenreichen Anspruch an Design und Mode. „Es ist mir egal, was die Leute über mich denken, ob sie etwas Gutes über mich sagen oder nicht, ich folge meiner Vision und ich erreiche meine Ziele.” Tatsächlich scheint Patrick selbst von seinem plötzlichen Erfolg überrascht zu sein und davon, dass Promis und Musiker wie Chris Brown und The Weeknd stolz seine streng limitierten Schuhe tragen.

„Im Herbst 2014 haben wir neue Modelle in den L.A.-Store gebracht und plötzlich – ‚bang‘ – war der weltweite Hype da. Die Sneaker waren innerhalb von Minuten ausverkauft. Seit 2014 hält dieser massive Hype an.” Er weiß, dass sein Erfolg mit dem richtigen Timing zusammenhängt. „Du brauchst ein gutes Produkt, ein gutes Team, ein gutes Netzwerk, aber du musst auch Glück haben. Es ist fast wie Schicksal, man muss es zur richtigen Zeit, im richtigen Moment und mit den richtigen Leuten angehen.”

Patrick_Mohr03Brillen: l. ALLIED METAL WORKS A001, m. FUNK FOOD SUN Pincar 
r.LEISURE SOCIETY Nice
Boots: EXCLUSIVE K1XPM BOOT

Glück und Erfolg sind dem geborenen Münchner aber nicht über Nacht in den Schoß gefallen, sondern wurden über lange Zeit erarbeitet. Er ist seiner Ästhetik immer treu geblieben und arbeitet mit Menschen, mit denen er von Natur aus auf einer Wellenlänge liegt, so wie dem Ko-Produzenten seiner Sneakerkollektion, der Müncher Firma K1X. „Alles, was ich mache, kommt von Herzen, und ich tue nichts ohne Herzblut.” Dieser leidenschaftliche Anspruch macht für viele den Reiz an Patricks Arbeiten aus.

Er selbst wird ebenfalls von der Arbeit anderer charakterstarker Marken angezogen, die Qualität über Quantität stellen, wie etwa seine Lieblingsbrillenmarke Dieter Funk. Abgesehen davon, dass sich die beiden aus ihrer gemeinsamen Zeit in München kennen, bleibt Patrick der Marke auch treu, weil sie aus Überzeugung designte Brillen in Deutschland herstellt. „Ich trage ausschließlich Funk … wir sind tief verbunden. Es fing damit an, dass ich ihn kannte, und dann habe ich seine Fabrik in Kinsau besucht und dort wird wirklich authentisch von Hand produziert, in Deutschland, vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt. Was er macht, ist einfach unglaublich und deswegen trage ich seine Designs.”

Seine Ehrlichkeit, seine Treue zu seinem engen Netzwerk aus Kollegen wie dem Kreativdirektor von Reebok, Swizz Beatz, und seine heißbegehrten Sneaker haben dazu beigetragen, dass Patrick nun als ein deutscher Designer die Mode- und Streetweartrends anführt. Er wurde als neuer Designer von Viacom und Nickelodeon dazu ausgewählt, eine Sonderkollektion in SpongeBob-Schwammkopf-Optik zu kreieren und steht damit in einer Riege mit illustren Vorgängern wie Marc Jacobs, Pharrell Williams und Jeremy Scott. Die Kollektion wird in einigen wenigen ausgewählten Läden erhältlich und streng limitiert sein.

Patrick_Mohr_02Brille: FUNK Utgard

http://www.pmofficial.com

Fashion

Eyewear

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Eyewear Archive IV

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JUSTIN ROSS

Die besten Brillen dieser Saison weisen der Industrie die Zukunft. Sie nutzen neueste Technologien, verleihen bewährten Klassikern ein modernes Update und perfektionieren jedes kleinste Detail, um Brillen zu schaffen, die über Jahrzente aktuell bleiben.

archive_03L.A. EYEWORKS INNSKI 772 Pop Rocket
Dieses Gestell erinnert uns an die guten Seiten der 70er Jahre. Ihr einzigartiger Sci-Fi-Look wird sicher einige Blicke auf sich ziehen, genau wie der ungewöhnliche, dreifarbige Azetat-Farbverlauf.

aignerAIGNER 35007-00100 in Gold
Der perfekte Partner für die einzigartigen Gläser mit Farbverlauf: dieser mühelos elegante, gebürstete Rahmen in zeitlosem Beige von Etienne Aigner.

saltSALT. CHRISSIE in Bone/White Gold
Eleganz und Anmut treten in dieser wunderschönen Brille hervor, die von SALT in Kalifornien designt und in Japan hergestellt wurde. Die harmonische Kombination ausgewählter Materialien in Weißgold und Crème erinnert an die Schönheit der Natur und verleiht einen vollendeten, professionellen Look.

archive04KBL HUDSON SUN ka301
New Yorks angesagter, jugendlicher Look inspirierte KBL zu ihrer Hudson Sun mit ihrem fesselnden Look, dem leuchtenden Azetatrahmen, scharfer Geometrie und der Empire-State-Building-Gravur auf den Scharnieren und den Bügelenden.

Fashion

Archive IV

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Eyewear Archive IV

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JUSTIN ROSS

Die besten Brillen dieser Saison weisen der Industrie die Zukunft. Sie nutzen neueste Technologien, verleihen bewährten Klassikern ein modernes Update und perfektionieren jedes kleinste Detail, um Brillen zu schaffen, die über Jahrzente aktuell bleiben.

archive_03L.A. EYEWORKS INNSKI 772 Pop Rocket
Dieses Gestell erinnert uns an die guten Seiten der 70er Jahre. Ihr einzigartiger Sci-Fi-Look wird sicher einige Blicke auf sich ziehen, genau wie der ungewöhnliche, dreifarbige Azetat-Farbverlauf.

aignerAIGNER 35007-00100 in Gold
Der perfekte Partner für die einzigartigen Gläser mit Farbverlauf: dieser mühelos elegante, gebürstete Rahmen in zeitlosem Beige von Etienne Aigner.

saltSALT. CHRISSIE in Bone/White Gold
Eleganz und Anmut treten in dieser wunderschönen Brille hervor, die von SALT in Kalifornien designt und in Japan hergestellt wurde. Die harmonische Kombination ausgewählter Materialien in Weißgold und Crème erinnert an die Schönheit der Natur und verleiht einen vollendeten, professionellen Look.

archive04KBL HUDSON SUN ka301
New Yorks angesagter, jugendlicher Look inspirierte KBL zu ihrer Hudson Sun mit ihrem fesselnden Look, dem leuchtenden Azetatrahmen, scharfer Geometrie und der Empire-State-Building-Gravur auf den Scharnieren und den Bügelenden.

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Video

4SEE ISSUE NO. 4

PRESSURE

Feature

4SEE ISSUE NO. 4

OUT NOW

Feature

Fine Craftsmanship

ic! berlin

Screen Shot 2016-04-11 at 12.51.56 PM

Fine Craftsmanship: ic! berlin

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text DAGMAR SCHRAMM

Die Marke ic! berlin mit ihrem Sublabel onono setzen auf beste Materialien und ein unverwechselbares Design. Die 4SEE-Redaktion hat die Produktionen besucht und mit Ralph Anderl von ic! berlin gesprochen.

180 Mitarbeiter, stetiges Wachstum in Europa, aber vor allem auch in den USA und Asien – seit dem Start im Jahr 1996 geht es mit ic! berlin bergauf. „Unsere Krabbelphase war allerdings lang“, sagt CEO Ralph Anderl. „Deshalb ist Berlin der perfekte Standort für uns. Die Stadt erfordert keinen Reichtum, wir mussten nicht gleich einen Superstart hinlegen.“ Die Gründung war eher eine glückliche Fügung als ein ausgeklügelter Prozess: Zwei Studienfreunde des Kulturpädagogen Ralph Anderl hatten Brillengestelle ohne Scharniere und Schrauben entwickelt.

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Sie fotografierten die ziemlich unstabilen Prototypen auf dem Charakterkopf ihres Kumpels, um dann bei einem etablierten Hersteller durchzustarten. Der Hersteller sagte nein und Ralph Anderl schrie ja: Die drei begannen, selbst Brillen zu produzieren. „Wir haben uns da ziemlich naiv rangetastet und Glück gehabt“, erklärt Anderl. „Unser Wagemut war die wichtigste Komponente, Ahnung vom Markt hatten wir nicht.“

Das einzigartige Konzept hat die Käufer schließlich überzeugt: Bei ic! berlin verschmelzen Design und Produktion zu einem Prozess. Während andere Hersteller ihre Entwürfe von Partnerfirmen produzieren lassen, kommt bei ic! berlin alles aus einer Hand. Das notwendige technische Know-How ist vorhanden und das einzigartige, schraubenlose Gelenk ein wichtiger Teil des Designs. „Das Gelenk funktioniert wie Origami“, sagt Anderl. „Deshalb ist die enge Verbindung zwischen Design und Funktion die logische Konsequenz.“

Verwendet wird Acetat aus Italien. Edelstahl sowie die Farben für die Rahmen stammen aus Deutschland. Weil den ambitionierten Gründern die Qualität bei Fremdproduzenten nicht gut genug war, machten sie alles selbst. Die Manufaktur ist gleichzeitig die wirksamste Werbung für ic! berlin: Führungen überzeugen interessierte Berliner und Touristen, die aller Welt von ihrer Brillenentdeckung erzählen. „Für so ein Erlebnis muss man eigentlich nach China fahren“, so Anderl.

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Der typische ic! berlin-Käufer ist technikaffin – was nicht verwundert. Ingenieure, Ärzte, Rechtsanwälte ab 30 setzen auf den außergewöhnlichen, aber gleichzeitig diskreten Style der Brillen. „Unsere Modelle sind leicht und anpassungsfähig. Durch das schraubenlose Gelenk sind sie außerdem extrem stabil“, sagt Ralph Anderl. „Deshalb sind sie auch für Kinder gut geeignet. Auf diesem Gebiet legen wir gerade nach.“

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Shareholder mit schneller Expansion glücklich zu machen, liegt Anderl fern. „Erfolg heißt für mich, dass unsere Kunden so überzeugt von der Qualität und dem Tragekomfort unserer Brillen sind, dass sie sich mehrere Modelle gönnen. Dafür muss die erste nicht kaputt gehen. Bei uns steht Langlebigkeit im Vordergrund, stärker als der Lifestyle-Aspekt.“

Wer eine noch außergewöhnlichere Brille sucht, wird beim Sublabel onono fündig. Die Rahmen werden in Handarbeit aus edlen Materialien wie Büffelhorn und Titan hergestellt. Die Auflage ist klein und wird in Eigenproduktion sowie in Kooperation mit externen Partnern produziert. Geplant sind 49 Kollektionen für 49 Jahre und jede Brille wird es nur 49 Mal geben.

Ralph Anderls Ziel für die Zukunft: „Wir wollen unabhängig bleiben und in Berlin produzieren. In unseren Brillen vereint sich die Bipolarität von Leichtigkeit und Ernst – das wollen wir beibehalten.“

IC! BERLIN

 

Fashion

Muster Prüfung

Der Look für das besondere Extra

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Muster Prüfung

Fotos BERT SPANGEMACHER
Styling ADRIAN FEKETE@ bigoudi
Make-Up & Haare CAT VON PABRUTZKI

Texturen und Muster stechen besonders vor. Zum Glück gibt es zur Zeit viele Brillen, die mit ungewöhnlichen Materialien arbeiten – so können Sie Ihrem Look das besondere Etwas verleihen.

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Dominika
Brille von PAPPUP SEHSCHELLEN
Mantel von SANDRO, Spitzentop von GANNI

 

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Maximilian
Brille von PRADA PR 15SV HAQ-1O1
Mütze und Jacke von EMPORIO ARMANI, Pullover von VERSUS VERSACE

 

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Dominika
Sonnenbrille von JACQUES MARIE MAGE HORTENSE Twombly
Mantel, Hemd, Rock von VERSUS VERSACE, SCHUHE von &OTHER STORIES, Halskette von INA BEISSNER

Maximilian
Sonnenbrille von OLIVER PEOPLES x BYREDO OV 5310SU 10314C
Jacke von TIGER OF SWEDEN, HEMD von BARBOUR x WHITE MOUNTAINEERING, Jeans von MICHAEL KORS, Stiefel von BARBOUR

 

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Maximilian
Brille von ITALIA INDEPENDENT 5613 I-PLASTIK
Bomberjacke von TIGER OF SWEDEN, Hemd von MICHAEL KORS, Hose von VERSUS VERSACE

 

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Dominika
Sonnenbrille von LIEBESKIND 10245-00900 Rose
Pullover von TIGER OF SWEDEN, Rock von CHRISTIAN WIJNANTS, Schuhe von &OTHER STORIES

 

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Maximilian
Brille von MATSUDA M2015
Lederjacke von BARBOUR INTERNATIONAL x TRIUMPH, Pullover von MICHAEL KORS

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