Feature

VICTORIA BECKHAM

Mit Leidenschaft und Talent von der Stilikone zum Modemogul

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4SEE Interview: Victoria Beckham

Text JUSTIN ROSS

Victoria Beckham –
Mit Leidenschaft und Talent von der Stilikone zum Modemogul

Victoria Beckham überrascht immer wieder. Sie wurde in den 1990ern über Nacht weltweit als Mitglied der Spice Girls berühmt. Selbst als die Girl Group an Bekannt- und Beliebtheit einbüßen musste, blieb Victoria im Rampenlicht. In dieser Zeit geriet Victorias Liebe zu Modeexperimenten immer wieder in den Fokus, war sie doch auf den Covern von Modemagazinen rund um den Globus zu sehen. Dank ihres Abenteuergeistes und ihrer Risikobereitschaft landete sie sowohl auf Best- als auch Worst-Dressed Listen. Sie blieb ihrem Geschmack aber immer treu und probierte sich weiter modisch aus.

Für viele ist diese Art von Berühmtheit nicht nur kurzlebig, sondern auch schwer auszuhalten, aber für Victoria Beckham war sie erst der Anfang. Als bekannt wurde, dass Victoria Beckham unter ihrem eigenen Namen eine Modekollektion designen und produzieren würde, waren einige skeptisch. Das hat sie jedoch nicht davon abgehalten, den Sprung in die Modewelt zu wagen, ganz im Gegenteil. Sie kreierte eine von der Kritik gelobte und kommerziell erfolgreiche Kollektion. Was einige für eine Eintagsfliege in der Fashionindustrie hielten, ist stattdessen zu einem beständig wachsenden, detailverliebten Mode-Imperium heran gereift.

Während ihre gleichnamige Marke wächst und weiterhin begeisterte Kritiken erhält, hat Victoria schon neue Gebiete erschlossen, die sie ebenso liebt: Brillen und Accessoires. Die selben Werte, die zum Erfolg ihrer Modemarke geführt haben bestimmen auch ihren Ansatz und ihre Ästhetik in diesen beiden neuen Unternehmungen: machen, was man liebt, und höchste Aufmerksamkeit auf Details richten, um aus der Masse heraus zu stechen.

Bei all diesen unternehmerischen Vorhaben, ganz zu schweigen von ihrem wohlbekannten Einsatz für Charity-Organisationen, könnte man denken, dass sie in dem Trubel ihrer Aktivitäten unterginge, aber dank ihres perfekten Managements ist sie tatsächlich sehr, sehr entspannt. Sie nimmt jeden Tag so, wie er kommt, und findet immer Zeit, um gemeinsam mit ihrer Familie und ihren vier wunderbaren Kindern zu entspannen. 4SEE ist in die faszinierende Welt von Victoria Beckham eingetaucht, um mehr über ihr Erfolgsgeheimnis zu erfahren und die beeindruckenden Ergebnisse ihrer harten Arbeit und Leidenschaft für Mode und Brillen zu bestaunen.

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Welche Rolle spielen Brillen in deinem Kleiderschrank? Wie suchst du ein Paar aus und wozu kombinierst du es?
Ich hege eine große Leidenschaft für Brillen – ich liebe sie und ehrlich gesagt verlasse ich selten das Haus ohne eine. Weil ich sie so oft und schon lange trage, weiß ich nun, was mir steht, und habe meistens ein paar Favoriten, zwischen denen ich wechsele – eine übergroße ovale Brille und ein klassischer rechteckiger Style gehören zu meinen Lieblingsteilen.

Wie bringst du Innovation ins Brillendesign? Welche Materialien und Techniken willst du in Zukunft benutzen?
Bei meiner eigenen Kollektion ist mir absolut wichtig, dass wir die aktuellste Technologie nutzen und die besten Materialien, die es gibt. Ich liebe vor allem die maßgefertigte Roségold-Beschichtung unserer entspiegelten Gläser, die von Zeiss hergestellt werden. Mir gefällt, wie sie Schönheit mit Funktionalität verbinden, und ich suche immer nach neuen Ideen, die das Gleiche tun.

Wenn du nur drei Worte hättest, um deine Brillen zu beschreiben, welche wären es?
Zeitgenössisch, handgemacht, raffiniert.

Welche Brille aus deiner Kollektion ist dein persönlicher Liebling?
Das wäre wohl die, die nach mir benannt ist – The VB! Als ich The VB designt habe, wollte ich ein Gestell schaffen, das sich sofort wie ein Klassiker anfühlt; wie das eine Modell, das man schon immer haben wollte und das einfach zu allem passt. Sie hat eine Form, die ich jahrelang tragen kann – sie ist zeitlos.

Du hast schon vorher mit Accessoire- und Brillenmarken zusammengearbeitet, wie fühlt es sich an, jetzt selbst deine Ideen umzusetzen?
Ich bin sehr stolz auf das, was wir erreicht haben. Seit wir vor 6 Jahren angefangen haben, haben wir eine unverwechselbare und attraktive Brillenmarke geschaffen, immer von einem Hoch zum nächsten. Passend zu dieser Entwicklung haben wir im letzten Frühjahr den Herstellungsprozess zurück in unsere eigene Hand genommen – zusammen mit einigen spezialisierten Werkstätten in einer kleinen italienischen Stadt. Dadurch haben wir jetzt noch mehr Kontrolle über alle Aspekte der Entwicklung und können selbst unsere exklusiven Materialien besorgen.

Wie viele Brillen und Sonnenbrillen besitzt du insgesamt?
Die kann ich gar nicht mehr zählen! Was Brillen angeht, bin ich ein bisschen wie eine Elster und besitze mittlerweile eine stattliche Sammlung. Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Designelementen – dem perfekten Schildpatt oder spannenden verspiegelten Gläsern. Meine eigene verspiegelte Pilotenbrille ist unglaublich beliebt – wir haben jetzt eine so große Farbauswahl, dass man eine für jeden Tag der Woche haben kann, wenn nicht sogar für jeden Tag des Monats!

Wie schaffst du es, deine ganzen verschiedenen Rollen auszubalancieren?
Manchmal ist es hart – aber ich bin mir sicher, dass es jeder arbeitenden Mutter so geht. Ich liebe meinen Job über alles, aber die Familie steht immer an erster Stelle – und ich habe einen extrem gut organisierten Kalender, so kann ich alles um die Kinder herum planen. Es muss sie ja jemand zur Schule bringen und zum Elternabend gehen! Es kann knifflig werden, aber im Endeffekt klappt es immer.

Wie entspannst du dich in deiner Freizeit?
Indem ich Zeit mit meiner Familie verbringe. Sie hält mich am Boden und bringt mich zum Lachen, da ist der Stress sofort verflogen.

Bist du abergläubisch?
Ich gehe nicht unter Leitern durch und wenn ich eine Elster sehe, dann begrüße ich sie standesgemäß!

Was ist dein persönliches Motto?
Arbeite immer hart und vertraue deinen Instinkten.

Was ist das Beste, das dir dieses Jahr passiert ist?
Ich habe gerade im März einen Laden in Hong Kong eröffnet. Das war sehr aufregend. Es ist erst mein zweiter eigener Laden nach dem in der 36 Dover Street in London, deswegen habe ich mich total gefreut, als er aufgemacht hat und ich alle meine Kunden treffen konnte.

VICTORIA BECKHAM EYEWEAR

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Victoria Beckham

Fashion

Wie ein Fisch im Wasser

Mit diesen Brillen schwimmen Sie ganz vorne mit

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Wie ein Fisch im Wasser

Fotograf  TAKAOMI WATANABE @ apis-trophy production
Creative Director KEITH S. WASHINGTON
Producer ADRIAN GREY
Assistant Producer CHIYUME SUGAWARA
Director of Photography BRANDON STRACK, all @ SET

 
Dank der perfekten Mischung aus Qualität, Klasse und aufregendem Design sind diese Rahmen bei Trendsettern heimisch.

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Fashion

Victor Wilde

Das wild(e) Kind der Mode

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4SEE stellt vor: Victor Wilde von Bohemian Society

Fotograf Bert Spangemacher
Text Justin Ross

Als Designer Victor Wilde, der kreative Kopf hinter der ausgefallenen Marke Bohemian Society, im Frühling nach Berlin kam, nutzte 4SEE die Gelegenheit für ein Interview. Victor als bloßen Designer zu bezeichnen, wird ihm allerdings kaum gerecht – sobald wir uns zum Gespräch treffen, verändert seine kreative Energie den ganzen Raum.

Für dieses ideenreiche Multitalent müssen wir erst noch ein neues Wort erfinden. Seine einzigartigen Entwürfe scheinen seiner persönlichen Lebensgeschichte zu entspringen: In Brooklyn geboren, versuchte er bald, seinen eigenen Weg zum Erfolg zu gehen, der nicht immer gerade verlief. Er flog nicht nur ein-, sondern zweimal von der Kunsthochschule, arbeitete als lebende Statue in den Straßen New Yorks und moderierte seine eigene Show im Kabelfernsehen, bevor er schließlich nach Los Angeles zog, das er jetzt seit 15 Jahren sein Zuhause nennt.

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victor.wilde06EYEWEAR: SALT. WILCOX PS

In Los Angeles kam ihm zum ersten Mal die Idee, Kleidung zu designen. Es gab nur ein Problem: Er konnte nicht nähen. Doch statt sich von diesem Hindernis abschrecken zu lassen, sah er es als Chance, um aus gefundener Vintage-Kleidung neue Stücke zu kreieren. Das war lange bevor der Begriff “Upcycling” überhaupt erfunden wurde.

Für Victor war es einfach ein Weg, seine Entwürfe tragbar zu machen und seine kreative Vision Realität werden zu lassen. Seine erste Kollektion wurde ein Überraschungshit und schon nach kurzer Zeit kam er kaum damit hinterher, die nicht abreißende Flut von Bestellungen zu bearbeiten. Er suchte Hilfe bei seiner ihm engverbundenen Familie – sie seien „fast wie Gangster” – und bat seinen Cousin, in sein Geschäft einzusteigen. Zusammen stellten sie Schnittdirektricen und Näherinnen ein, um ganz eigene Kleidung nach Victors persönlicher Ästhetik herzustellen.

Obwohl sein Team die Produktion in Los Angeles übernimmt, kontrolliert Victor immer noch jedes Kleidungsstück, das das Atelier verlässt, und jedes Teil erhält noch einen persönlichen Touch, wenn er letzte Details per Hand anbringt. Victor nennt das „in Serie gefertigte Unikate”.

victor.wilde02EYEWEAR: ANDERNE AEROPLANE MBK-M

victor.wilde07EYEWEAR: ANDERNE ONE NIGHT BKW-M

Heutzutage zieht Victors Marke für ihre raue, aber raffinierte Punk-Ästhetik die Aufmerksamkeit der hippen und modebewussten Trendsetter auf der ganzen Welt auf sich. Seine Kleidung ist energetisch und einzigartig und bietet damit einen ganz besonderen Reiz für Mode-Insider.

Seine Entwürfe wurden kürzlich in der Vogue vorgestellt und sind die Lieblinge zahlreicher Prominenter und Stylisten in Los Angeles. Diese aktuellen Impulse haben Victor dazu gebracht, mit der Sonderkollektion Black Rose, geprägt von einer düsteren Stimmung, ironischen Anspielungen auf den Grunge der 90er und Emo-Symbole, nach Europa und Asien zu expandieren. Victor kommt immer wieder nach Berlin zurück, weil der Stil und die Haltung der Menschen hier mit seiner eigenen Denkweise übereinstimmen.

In seinem Business verbindet Victor Mode mit einer unkonventionellen künstlerischen Arbeitsweise, die Videoprojekte, Installationen und seine eigene Punk-Attitüde, dank der er gerne mal Models mit Bodypaint bemalt, umfasst. Victors Bohemian Society wird demnächst in ausgewählten Underground-Läden in Europa erhältlich sein. Auch Victor selbst wird sicher bald wieder einige Blicke auf sich ziehen, wenn er mit seiner ganz persönlichen Mischung aus Mode und Kunst Berlin unsicher macht.

victor.wilde04EYEWEAR: ANDERNE ONE NIGHT BKW-M

victor.wilde08EYEWEAR: SALT. ROY AG

Feature

SNAPPED: NEW ZEALAND X COBLENS

Robuste Schönheit

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COBLENS Eyewear goes NZ

Fotograf LANCE CHESHIRE
Creative Director KEITH S. WASHINGTON

ALL EYEWEAR PRESENTED BY COBLENS
www.coblens.de

Robust und Fern, Neuseelands Berge, Sandstrände, windigen Täler und aktive Vulkane sind zugleich majestätisch und überwältigend. Die epische Größe dieser natürlichen Schönheit, und die Herausforderung, eine solche kompromisslose Natur zu meistern zieht seit Jahrhunderten die Menschen zu diesem isolierten Inselstaat.

Die Menschen  dort leben und arbeiten in einer einzigartigen Landschaft die Ihre Wunder oft nur auf den zweiten Blick preisgibt. Diese Fotografien fangen die raue Schönheit des robusten, energisch und fleißigen Geist der Neuseeländer ein, Sie haben keine Angst vor ein wenig Schmutz und wissen was es heißt, den Job zu erledigen.

coblens_04NAME: RAFE TOLLEMACH
JOB: SCHIFFSBAUER
EYEWEAR: COBLENS PINKELPAUSE

coblens_a13NAME: TONY KNIGHT
JOB: SCHAFSCHERER
EYEWEAR: COBLENS LUFTRAUMNUTZUNG

coblens_a12NAME: LOUISE PEARSON
JOB: TIERPRÄPARATORIN
EYEWEAR: COBLENS SERVIERWAGEN

coblens_a11NAME: VERN PEARSON
JOB: TIERPRÄPARATOR
EYEWEAR: COBLENS QUERUNGSHILFE

coblens_a3NAME: MARGARET GROOT
JOB: IMKERIN
EYEWEAR: COBLENS STRAHLTRIEBWERK

NAME: GARY FAWCETT
JOB: IMKER
EYEWEAR: COBLENS QUERUNGSHILFE

coblens_a10NAME: BARBARA MIDDLETON
JOB: HNO ÄRZTIN
EYEWEAR: COBLENS FLUGKAPITAN

coblens_a9NAME: TONY NIGHT
JOB: SCHAFSCHERER
EYEWEAR: COBLENS HOTELGUTSCHEIN

coblens_a7NAME: DAVID PETERSON
JOB: GÄRTNER
EYEWEAR: COBLENS FLUGKAPITAN

coblens_a6coblens_a2NAME: SUDIP KHATI(LEFT)
JOB: KUHTREIBER
EYEWEAR: COBLENS PINKELPAUSE

NAME: BEN MICHAEL(RIGHT)
JOB: KUHTREIBER
EYEWEAR: COBLENS SERVIERWAGEN

coblens_a14NAME: GEORGIA WARD (LEFT)
JOB: RETTUNGSSCHWIMMERIN
EYEWEAR: COBLENS FLUGKAPITAN

NAME: VEGAS McCARROLL(RIGHT)
JOB: RETTUNGSSCHWIMMERIN
EYEWEAR: COBLENS LUFTRAUMNUTZUNG

coblens_a5NAME: BRUCE CORRY(LEFT)
JOB: FRIEDHOFSGÄRTNER
EYEWEAR: COBLENS LUFTRAUMNUTZUNG

NAME: CALLAN BARKER(RIGHT)
JOB: FRIEDHOFSGÄRTNER
EYEWEAR: QUERUNGSHILFE

coblens_a15NAME: ROBIN FAUBISTER
JOB: RETTUNGSSCHWIMMERIN
EYEWEAR: COBLENS VIGNETTE

coblens_a1NAME: MARCEL VEART-SMITH
JOB: SCHMIED
EYEWEAR: COBLENS HOTELGUTSCHEIN

Music

Schwarz Dont Crack

Beat Matching New York und Berlin

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4SEE interviewt Schwarz Dont Crack

Fotograf Bert Spangemacher
Interview Justin Ross

Schwarz Dont Crack ist eine Band, deren ungewöhnlich kreative Kombinationen deutlich zeigen, dass sie aus Berlin kommt. Das ambitionierte Duo will die ganze Welt erobern – zwischen Berlin und New York bringen die beiden dafür dank Ahmads sanfter und verführerischer Stimme und Sebastians Ohrwurm-Beats die besten Vorraussetzungen mit.
Ihre neueste Single „Getaway” wurde gerade erst auf Spotify als Auskopplung aus ihrem kommendem Album im Sommer und vor ihrer anstehenden Tour veröffentlicht. Sebastian Kreis, die eine Hälfte von Schwarz Dont Crack, besuchte uns im 4SEE-Studio, um über das Leben in Berlin, die einzigartige Musik der Band und das neue Album mit Frontmann Ahmand Larmes zu sprechen. Und natürlich auch über seine Lieblingssonnenbrillen.

Justin: Du lebst in Berlin?

Sebastian: Ich bin jetzt seit sechs Jahren hier … viel zu lang!

Justin: Erzähl‘ etwas über dich, wo kommst du her?

Sebastian: Ich wurde in Ostdeutschland geboren, gar nicht so weit weg von Berlin, etwa 200km. Als ich zehn war, zog ich mit meiner Mutter nach Süddeutschland. Es war ziemlich langweilig da, eine kleine Stadt mit einfachen Leuten. Ich wollte schon immer Musiker sein, ich wusste also, ich muss in die große Stadt ziehen. Als Deutscher ist Berlin einfach die offensichtlichste Wahl, als erster Schritt jedenfalls.

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Justin: Hast du eine musikalische Ausbildung oder bist du Autodidakt?

Sebastian: Ich habe mir alles selbst beigebracht.

Justin: Was für Musik wolltest du spielen können, elektronische?

Sebastian: Das kommt drauf an, es gibt auf jeden Fall eher organische Elemente in meiner Musik, aber für dieses Projekt mit Schwarz Dont Drack sollten es vor allem elektronische Klänge sein. Es gibt Tage, an denen fange ich mit einem Synthesizer an, und am nächsten probiere ich vielleicht Schlagzeug-Sounds aus, das ist immer verschieden. Ich mache einfach, was sich in dem Moment richtig anfühlt.

Justin: Manche würden Schwarz Dont Crack als Synth-R&B beschreiben. Was hältst du davon?

Sebastian: Ich mag alle möglichen Genres… außer vielleicht Ska [lacht]. Ich mag R&B auf jeden Fall, aber ich weiß nicht, ob unsere Musik reiner R&B ist. Auf gewisse Weise ist jedes Lied ein Popsong. Ob es dann R&B oder eher elektronisch ist, das liegt an der Produktion. Ich denke, wir bewegen uns irgendwo zwischen elektronischer Musik, R&B und Pop. Für mich ist wichtig, dass die Musik ein spannendes Element besitzt, die Bezeichnung ist mir nicht so wichtig.

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Justin: Wie fing das Projekt Schwarz Dont Crack an? Wie habt ihr euch kennen gelernt?

Sebastian: Tatsächlich habe ich eine Anzeige auf Craigslist gelesen. Ahmad hatte gepostet, dass er einen Produzenten für eine Kollaboration sucht. Ich habe ihm geschrieben und ein paar meiner Tracks geschickt. Dann haben wir uns getroffen und sofort unser erstes Lied “Day By Day” geschrieben, das dann auch auf unseren ersten EP landete. Seitdem machen wir gemeinsam Musik.

Justin: Wie lange ist das jetzt her?

Sebastian: Das war jetzt schon vor vier oder fünf Jahren.

Justin: Lebt Ahmad auch in Berlin oder wie arbeitet ihr zusammen?

Sebastian: Ja, er lebt auch in Berlin. Er hat einige Zeit in Paris gewohnt, aber jetzt ist er in Berlin. Meistens schicke ich ihm ein paar rough Tracks, er entwickelt ein paar Ideen und dann bringen wir alles zusammen. Es ist ziemlich unkompliziert. Er schreibt einen Text dazu und wir arrangieren es gemeinsam. Dann feile ich an der Produktion, bis das Lied zu 90 Prozent fertig ist. Schließlich wählen wir die Songs aus, die wir veröffentlichen wollen, und nehmen den Gesang neu auf, um die beste Qualität zu erreichen.

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Justin: Was hat es mit eurem Namen Schwarz Dont Crack auf sich, wo kommt er her?

Sebastian: Wir waren auf einer Party mit einem von Ahmads amerikanischen Freunden, und die beiden fanden das Wort schwarz superwitzig, wahrscheinlich wegen des Klangs. Ahmad kam zu mir und sagte: „Lass uns unser Projekt ‚Black Don’t Crack‘ nennen.” Aber da die beiden die ganze zeit über schwarz lachten, haben wir ‚Schwarz Dont Crack‘ daraus gemacht und blieben dabei.

Justin: Der Name scheint ziemlich passend zu sein, weil ihr so ein Hybrid seid, du bist Deutscher, er ist Amerikaner, er ist schwarz, du bist weiß, und euer Sound zeichnet sich auch durch Fusionen aus.

Sebastian: Ich mag den Namen wirklich gern, denn viele Leute finden den Namen großartig und viele andere Leute finden ihn fürchterlich. So eine polarisierende Eigenschaft ist immer gut.

Justin: Erzähl mir von eurer neuesten Single, „All My Love”.

Sebastian: Tatsächlich haben wir eine neuere Single, die gerade erst letzte Woche erschienen ist: „Getaway” ist die erste Single-Auskopplung unserer neuen Platte.

Justin: Geht ihr mit dem neuen Album auf Tour?

Sebastian: Wir werden im Juli auf dem Melt! Festival auftreten. Und werden dann auch um den Albumrelease herum touren.

Justin: Wann wird das neue Album erscheinen?

Sebastian: Es wird Anfang August veröffentlicht.

Justin: Wie ist dein Kleidungsstil, wie würdest du ihn beschreiben?

Sebastian: Ich glaube, ich bin ein wenig von den Rolling Stones beeinflusst. Meistens gehe ich einfach in irgendeinen Secondhand-Laden, aber ich lande immer in der Frauenabteilung und suche nach auffälligen Mustern, Drucken und Farben. Ich mag den Keith Richards-Vibe aus den späten 60ern und frühen 70ern.

Justin: Trägst du eine Brille?

Sebastian: Ich glaube, ich brauche bald eine Brille! Als ich auf dem Weg hierher war, ist mir aufgefallen, dass ich in der Entfernung nur unscharf sehe, also sollte ich wohl mal zum Augenarzt gehen! Im Moment bleibe ich aber bei Sonnenbrillen.

Justin: Was für Sonnenbrillen magst du?

Sebastian: Mir gefallen klassische Modelle wie die von Ray-Ban und Vintage-Brillen.

Der warme Sound von Schwarz Dont Crack begeistert Fans und berührt die Seele. Energetische Beats verleihen den Songs Frische und vereinen die aufeinanderprallenden Kulturen zu einem musikalischen Traumpaar. Sebastians Liebe zu bunten Mustern und Vintage-Stücken aus den 70ern macht aus seinem Look modische Superlative. Er bildet das perfekte Pendant zu Ahmad, der den für New York typischen Street-Wear-Stil perfektioniert hat. Das Duo könnte in vielen Punkten nicht gegensätzlicher sein, aber seine Zusammenarbeit ist Musik in unseren Ohren.

Art + Culture

Trend Report

Lunettes Selection BERLIN

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TREND REPORT: Lunettes Selection Berlin

Uta Geyer von Lunettes Selection
Text CHARLOTTE KRAUß

Auf der Suche nach einer Brille für sich selbst hatte Uta Geyer, die einen ausgesprochenen Faible für Vintageobjekte, Flohmärkte und Secondhand-Shops besitzt, ganz bestimmte Vorstellungen.
Es sollte ein Designklassiker sein, markant und eigenständig. Im Jahr 2005, als schmale, dezente Gestelle und Lizenzmarken mit offensichtlichen Logo den Markt bestimmten, keine leichte Aufgabe.

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Die Idee, einen eigenen Store für ungetragene Vintage-Modelle zu eröffnen, entstand. „Gute, ungetragene Vintage-Brillen aufzuspüren, ist Detektivarbeit. Gerade am Anfang war das sehr spannend und zeitaufwendig.“ Mittlerweile wird ihr Know-how auch von Film- und Theaterproduktionen geschätzt.

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Die Liebe zu den Klassikern hat Uta schließlich zu ihrer eigenen Kollektion geführt. Die Modern Classics von Lunettes Kollektion zitieren die Ästhetik und Produktionstechnik ihrer Vintage-Vorgänger und zelebrieren gleichzeitig den urbanen Look der Berliner Kreativszene. In Tokio gewann sie dafür den „Eyewear of the Year Grand Prix“.

Sowohl die alten Fundstücke als auch Utas eigene Designs von Lunettes Kollektion versprühen zeitlosen Charme. Besonders beliebt ist ein alter Klassiker: „Die Pantobrille mit ihrer abgerundeten Form ist immer noch sehr stark gefragt bei uns, sei es in Metall oder Acetat. Beim Acetat gibt auch einen Trend zu natürlichen, organischen Farben. Tabak, Toffee, Whiskey… Bei Sonnenbrillen nehme ich eine starke Tendenz zur Exzentrik wahr, durch Gucci sind zum Beispiel gelbe Gläser wieder en vogue – das gab es schon lange nicht mehr.“

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LUNETTES SELECTION
Torstr. 172
10115 Berlin
Tel +49 03 2021 5216
www.lunettes-selection.de

Fotos: mit freundlicher Genehmigung von Lunettes Selection

Feature

Patrick Mohr

Visionär statt Designer – das Schicksal führt zum Erfolg

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Patrick Mohr: Visionär statt Designer – das Schicksal führt zum Erfolg

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JUSTIN ROSS
Make-Up & Haare GITA KURDPOOR


4SEE befragte Patrick Mohr, das manchmal umstrittene, aber immer authentische Genie hinter den begehrtesten Schuhen auf dem Markt, zu seinen wegweisenden Sneakern, seiner kreativen Vision und seinen Lieblingsbrillen.

Patrick Mohrs Sneaker sind auf der ganzen Welt ausverkauft. Extrem limitierte Auflagen (die letzte bestand aus nur 1000 Paaren weltweit), ein starkes Design-Konzept, das von seinem persönlichen Freiheitssymbol, dem gleichseitigen Dreieck, bestimmt ist, und ein Auge für kleinste Details haben seine Sneaker zum Objekt der Begierde für Street-Style-Fans auf der ganzen Welt gemacht.

Patrick_Mohr01Brillen: L/R ALLIED METAL WORKS A001, M. FUNK Utgard

Aber all dieser Erfolg ändert nichts an Patricks einzigartiger Vision für seine Produkte. „Ich bin kein Designer, ich bin ein Visionär”, sagt er und beschreibt damit sowohl die Sensation, die seine Produkte ausgelöst haben, als auch seinen facettenreichen Anspruch an Design und Mode. „Es ist mir egal, was die Leute über mich denken, ob sie etwas Gutes über mich sagen oder nicht, ich folge meiner Vision und ich erreiche meine Ziele.” Tatsächlich scheint Patrick selbst von seinem plötzlichen Erfolg überrascht zu sein und davon, dass Promis und Musiker wie Chris Brown und The Weeknd stolz seine streng limitierten Schuhe tragen.

„Im Herbst 2014 haben wir neue Modelle in den L.A.-Store gebracht und plötzlich – ‚bang‘ – war der weltweite Hype da. Die Sneaker waren innerhalb von Minuten ausverkauft. Seit 2014 hält dieser massive Hype an.” Er weiß, dass sein Erfolg mit dem richtigen Timing zusammenhängt. „Du brauchst ein gutes Produkt, ein gutes Team, ein gutes Netzwerk, aber du musst auch Glück haben. Es ist fast wie Schicksal, man muss es zur richtigen Zeit, im richtigen Moment und mit den richtigen Leuten angehen.”

Patrick_Mohr03Brillen: l. ALLIED METAL WORKS A001, m. FUNK FOOD SUN Pincar 
r.LEISURE SOCIETY Nice
Boots: EXCLUSIVE K1XPM BOOT

Glück und Erfolg sind dem geborenen Münchner aber nicht über Nacht in den Schoß gefallen, sondern wurden über lange Zeit erarbeitet. Er ist seiner Ästhetik immer treu geblieben und arbeitet mit Menschen, mit denen er von Natur aus auf einer Wellenlänge liegt, so wie dem Ko-Produzenten seiner Sneakerkollektion, der Müncher Firma K1X. „Alles, was ich mache, kommt von Herzen, und ich tue nichts ohne Herzblut.” Dieser leidenschaftliche Anspruch macht für viele den Reiz an Patricks Arbeiten aus.

Er selbst wird ebenfalls von der Arbeit anderer charakterstarker Marken angezogen, die Qualität über Quantität stellen, wie etwa seine Lieblingsbrillenmarke Dieter Funk. Abgesehen davon, dass sich die beiden aus ihrer gemeinsamen Zeit in München kennen, bleibt Patrick der Marke auch treu, weil sie aus Überzeugung designte Brillen in Deutschland herstellt. „Ich trage ausschließlich Funk … wir sind tief verbunden. Es fing damit an, dass ich ihn kannte, und dann habe ich seine Fabrik in Kinsau besucht und dort wird wirklich authentisch von Hand produziert, in Deutschland, vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt. Was er macht, ist einfach unglaublich und deswegen trage ich seine Designs.”

Seine Ehrlichkeit, seine Treue zu seinem engen Netzwerk aus Kollegen wie dem Kreativdirektor von Reebok, Swizz Beatz, und seine heißbegehrten Sneaker haben dazu beigetragen, dass Patrick nun als ein deutscher Designer die Mode- und Streetweartrends anführt. Er wurde als neuer Designer von Viacom und Nickelodeon dazu ausgewählt, eine Sonderkollektion in SpongeBob-Schwammkopf-Optik zu kreieren und steht damit in einer Riege mit illustren Vorgängern wie Marc Jacobs, Pharrell Williams und Jeremy Scott. Die Kollektion wird in einigen wenigen ausgewählten Läden erhältlich und streng limitiert sein.

Patrick_Mohr_02Brille: FUNK Utgard

http://www.pmofficial.com

Fashion

Eyewear

Story_Header

Eyewear Archive IV

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JUSTIN ROSS

Die besten Brillen dieser Saison weisen der Industrie die Zukunft. Sie nutzen neueste Technologien, verleihen bewährten Klassikern ein modernes Update und perfektionieren jedes kleinste Detail, um Brillen zu schaffen, die über Jahrzente aktuell bleiben.

archive_03L.A. EYEWORKS INNSKI 772 Pop Rocket
Dieses Gestell erinnert uns an die guten Seiten der 70er Jahre. Ihr einzigartiger Sci-Fi-Look wird sicher einige Blicke auf sich ziehen, genau wie der ungewöhnliche, dreifarbige Azetat-Farbverlauf.

aignerAIGNER 35007-00100 in Gold
Der perfekte Partner für die einzigartigen Gläser mit Farbverlauf: dieser mühelos elegante, gebürstete Rahmen in zeitlosem Beige von Etienne Aigner.

saltSALT. CHRISSIE in Bone/White Gold
Eleganz und Anmut treten in dieser wunderschönen Brille hervor, die von SALT in Kalifornien designt und in Japan hergestellt wurde. Die harmonische Kombination ausgewählter Materialien in Weißgold und Crème erinnert an die Schönheit der Natur und verleiht einen vollendeten, professionellen Look.

archive04KBL HUDSON SUN ka301
New Yorks angesagter, jugendlicher Look inspirierte KBL zu ihrer Hudson Sun mit ihrem fesselnden Look, dem leuchtenden Azetatrahmen, scharfer Geometrie und der Empire-State-Building-Gravur auf den Scharnieren und den Bügelenden.

Fashion

Archive IV

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Eyewear Archive IV

Fotos BERT SPANGEMACHER
Text JUSTIN ROSS

Die besten Brillen dieser Saison weisen der Industrie die Zukunft. Sie nutzen neueste Technologien, verleihen bewährten Klassikern ein modernes Update und perfektionieren jedes kleinste Detail, um Brillen zu schaffen, die über Jahrzente aktuell bleiben.

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Dieses Gestell erinnert uns an die guten Seiten der 70er Jahre. Ihr einzigartiger Sci-Fi-Look wird sicher einige Blicke auf sich ziehen, genau wie der ungewöhnliche, dreifarbige Azetat-Farbverlauf.

aignerAIGNER 35007-00100 in Gold
Der perfekte Partner für die einzigartigen Gläser mit Farbverlauf: dieser mühelos elegante, gebürstete Rahmen in zeitlosem Beige von Etienne Aigner.

saltSALT. CHRISSIE in Bone/White Gold
Eleganz und Anmut treten in dieser wunderschönen Brille hervor, die von SALT in Kalifornien designt und in Japan hergestellt wurde. Die harmonische Kombination ausgewählter Materialien in Weißgold und Crème erinnert an die Schönheit der Natur und verleiht einen vollendeten, professionellen Look.

archive04KBL HUDSON SUN ka301
New Yorks angesagter, jugendlicher Look inspirierte KBL zu ihrer Hudson Sun mit ihrem fesselnden Look, dem leuchtenden Azetatrahmen, scharfer Geometrie und der Empire-State-Building-Gravur auf den Scharnieren und den Bügelenden.

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